- lebt als freiberuflicher Maler und Grafiker in Leipzig -

Biografie

Matthias Klemm

2017/18 - Zusammenfassung verschiedener Porträtdarstellungen seit dem 13. Lebensjahr in zwei Bildbänden.

2016 - Wiederaufnahme der Scherbenbilder: Spiegel- und Glasscherben werden in grafische Fassungen integriert, um den Betrachter stärker einzubeziehen.

2015 - Umzug von Leipzig/Thekla in die Ferdinand-Lasalle-Straße
Weiterarbeit in Verbindung alter Meister. Es entstehen Frauenporträts nach Werken von B. Luini, R. van d. Weyden, S. Botticelli etc.

2013/14 - Collagenserie: Leonardo-Variationen nach einer Studie aus dem Jahr 2007

2012 - Ehrenmedaille der Stadt Leipzig für künstlerischen Aufruf gegen Angst und Gleichgültigkeit"

2012 - Glasfenstergestaltung in der ev. Kindertagesstätte "Arche Noah" Leipzig-Lindenau

2012 - Künstlerische Auseinandersetzung mit Ende und Sinn des Lebens

2011 - Zum 70. Geburtstag Herausgabe eines 2. Bildbandes (Passage-Verlag);
Beginn der grafischen Blattfolge "Fussballbilder" als satirisch-philosophischer Gegenentwurf

2010 - Weiterführung der weibl. Aktdarstellungen in 12 grafischen Blättern;
Verknüpfung der Aktdarstellung mit der Rollage;
Neue Fantasiebilder über Kinder entstehen.

2009 - Reise nach Rom (Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle, Forum Romanum ect.);
Weiterführung der Rollage, zunehmende Intensivierung der Farbe;
Anläßlich der 20. Wiederkehr der friedlichen Revolution Auftrag der Protokollabteilung;
des Oberbürgermeisters: Anfertigung einer Lithografie: "Durchbruch" zu Repräsentationszwecken;
Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Neubau)

2008 - Wand- und Deckenbild im neuerbauten Kindergarten Leipzig-Sellerhausen;
Wandbild im Andachtsraum der Offiziersschule Delitzsch

2006 - Ausführung eines Wandbildes im Patiententrakt des Klinikums St. Georg Leipzig-Lausen;
Herausgabe einer umfassenden Künstlerbiografie "Matthias Klemm - Arbeiten aus 4 Jahrzehnten" (Passage-Verlag)

2005 - Weiterführung der Aktdarstellungen;
Es entstehen Arbeiten über Musikerpersönlichkeiten, wie H. Blomstedt und R. Chailly;
Fortsetzung der Blattfolge über D. Timm;
Kurzer Wienaufenthalt, der Wirkungsstätte von Beethoven, Mozart und Mahler, Kokoschka, Klimt und Schiele hinterläßt starken Eindruck;
Fahrt nach Italien (Florenz, Siena, Arezzo und Assisi), Begegnung mit den Werken von Michelangelo, Boticelli, Wandmalereien von Pinturicchio, Piero della Francesca und Giotto;
Ausführung eines Wandbildes im stationären Bereich der Robert-Koch-Klinik Leipzig Grünau 2. Etage

2004 - Zwei Wandgestaltungen in der Kirche zu Radeberg;
Wandbild im Altarbereich vom evangelischen Gemeindezentrum Liegau;
Außenwandgestaltung Waldhofschule Templin ("Eine Schule für alle");
Wandbild im Raum der Stille Robert-Koch-Klinik Leipzig-Grünau;
Ausstellung zu den "Fredener Musiktagen" über Musik in der bildenden Kunst ("Artist in residence");
Es entstehen Blätter zu musikalischen Themen und Erstaufführungen;
Intensive Beschäftigung mit weiblicher Aktdarstellung durch Zeichnung, Walztechnik, Collagen und Schrift;
Fertigstellung der zwei Glasfensterfronten in Zusammenarbeit mit der Glaswerkstatt Blönsdorf (Glasmosaik)

2003 - Seit dem Irak-Krieg im März Entstehung der Blattfolge "Rufer und Gliederpuppe" (acht Fassungen);
175. Einzelausstellung in Leipzig seit 1970;
Begegnung mit David Timm. Beginnende Zusammenarbeit Musik - Bildende Kunst;
Auftrag für eine umfassende Glasfenstergestaltung (Wettbewerb);
im neu errichteten Andachtsraum des Diakonissenkrankenhaus Leipzig

2002 - Fortsetzung der Bretterbilder mit Selbstbildnissen;
Ausführung Wandbild im Strahlentherapie-Behandlungshaus der Med. Falkultät "Carl Gustav Carus" der Technischen Universität Dresden mit gleichzeitiger Ausstellung in der Galerie

2001 - Beendigung des Bretterbild-Triptychons: "Passion nach J. S. Bach";
Wandbild im Andachtsraum der Rhönklinik Probstheida;
Die Untersuchungsfotos der Augenklinik inspirieren zum kreativen Umgang mit eigenem Krankheitsbild. Es entsteht der Zyklus: "Augen-Blicke" (Collagen vor eigenem Augenhintergrund)

2000 - Bronzetafel Thomaskirche (neben Bachgrab);
Mappe B-A-C-H (Lithografien) ;
Dreharbeiten zu Kurzfilm im Mitteldeutschen Rundfunk "Glaubwürdig - der Künstler Matthias Klemm";
Reise nach Griechenland (bearbeitet Themen über Ikarus und Laokoon);
Reise nach London (Kunstmuseen, Collagenskizzen zu Velázquez "Venus im Spiegel");
Engagement für den Wiederaufbau der Universitätskirche Leipzig (Collage - Fassade und Chorraum in Verbindung mit moderner Glasgestaltung)

1999 - Gestaltung einer Stele über die Matthäikirche Leipzig vor dem Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit;
Initiator eines offenen Protestbriefes 16 prominenter Kulturschaffender über die Gestaltung des Augustusplatzes;
öffentlicher Protest gegen den Abriß des Henriette-Goldschmidthauses (grafische Arbeit: "Wundmale")

1998 - Blätter der Hoffnung entstehen ("Werden I und Werden II");
Verstärkte Anwendung transparenter Knittertechnik ;
Reflexion zu eigenen Kindern, "Erinnerung an B. ";
Zunehmende Wortmeldung in der Presse über die Verunstaltung des Augustusplatzes.;
Rundumbemalung eines Therapiehauses für Psychiatrie in Zusammenarbeit mit Jugendlichen dieser Einrichtung ;
Tod Rudolf Otto Wiemers ;
Reise nach Paris (Museen) und Chartres (Kathedrale);
Wiederholte Reise nach Californien ;
Beginn der Bretterbilderserie

1997 - Ausführung des Wandbildes in Wittenberg;
Entwurf und Ausführung einer großen Wandgestaltung in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Leipzig

1996 - Kopfbildserie über den Gewandhauskapellmeister Kurt Masur;
Umzug von der Ferdinand-Lassalle-Straße nach Leipzig-Thekla;
Entwürfe eines umfassenden Wandbildes im Katharinensaal der Lutherstadt Wittenberg

1995 - Intensivierung der eigenen Grafik-Edition;
Herausgabe von eigenen Mappen und Postern über Musik und Literatur sowie Kunstkarten;
Entstehung der "Wiemer-Mappe" zum 90. Geburtstag des Schriftstellers;
Weiterführung der Kopfbilder (Gesichtsausschnitte, verfremdet im großen Format);
Verstärkte Lehrtätigkeit (Erwachsenenbildung) in verschiedenen Städten Deutschlands;
(Die Glasscherbe wird zur kreativen Grundlage künstlerischer Anregung. "Aus Zerbrochenem Neues gestalten")

1994 - Italienaufenthalt (geplante Arbeiten über Pompeji);
Reise nach Israel mit Leipziger Künstlern;
Weiterführung der Scherbenbilder als Fortführung der Scherbensymbolik früherer Arbeiten in zeichnerischer Manier;
Zunehmende Großgrafiken am Nordeck der Nikolaikirche Leipzig zu weltpolitischen Themen und Situationen im eigenen Land

1993 - Gedenkstein zur 25. Wiederkehr der Sprengung der Universitätskirche;
Reise nach Kanada (Vancouver). Künstlerischer Erfahrungsaustausch;
Weiterreise nach Kalifornien (San Francisco);
Nachspüren der Flugbilder unter kreativen Gesichtspunkten im Verhältnis von Makro- und Mikrokosmos.

1992 - Arbeiten auf den Original-Aktenordnern aus dem Keller der Staatssicherheit Leipzig;
Es entsteht ein Objekt-Collagenzyklus: "Erfaßt, geschunden und doch lebendig";
Beginn der Einbeziehung von Original-Spiegelscherben;
Sitzstreik vor der Nikolaikirche Leipzig unter dem Thema: "Wer Unrecht geschehen läßt, bahnt weiterem Unrecht den Weg." (W. Brandt)

1991 - Wandgestaltung im Kirchgemeindesaal Sterzhausen (Kreis Marburg)

1990 - Es entsteht der Zyklus "Grafische Tagebuchblätter, Herbst 89";
Zunehmende Ausstellungstätigkeit

1989 - Künstlerische Gestaltung des Methodistischen Kirchgemeindezentrums Wuppertal-Barmen;
Persönliches Kennenlernen von R. O. Wiemer;
Freundschaftliche Kontakte durch gemeinsame Anliegen von Literatur und Bildender Kunst führen zur Ausstellung im Künstlerhaus Göttingen.;
Beschäftigung mit der Umbruchsituation der ehemaligen DDR in Form von Entwürfen und Tagebuchnotizen

1988 - Finnlandreise (1987) hinterließ nachhaltigen Eindruck. Die Beziehung von Landschaftsstruktur zu der des menschlichen Gesichtsfeldes wird intensiviert.;
Konzipierung und Erweiterung der grafischen Blattfolge "Flugbilder - Gesichtsfelder"

1987 - Fassadengestaltung in der Diakonischen Einrichtung für geistig Behinderte Neinstedt/Nordharz;
Giebelgestaltung am neu erbauten Schwesternheim im Mutterhausgelände Elbingerode;
Innenwandgestaltung im Diakonissenmutterhaus "Zion" Aue

1985 - Verstärkte Zuwendung zum grafischen Einzelblatt und zur Druckgrafik, insbesondere der Lithografie

1984 - Diverse Wandgestaltungen im Rüstzeit- und Erholungsheim Haus "Gottesfriede" Berlin-Woltersdorf;
Künstlerische Gesamtgestaltung des Kirchgemeindehauses Auerbach im Vogtland

1983 - Gestaltung der Altarwand im Gemeindezentrum der Paulus-Kirche Leipzig-Grünau in Verbindung mit einem Architektenkollektiv;
3. Preis im Plakatwettbewerb Kirchentag Dresden

1982 - Gestaltung der Stirnwand im Festsaal der Dresdner Brüdergemeinde;
Zwei Fassadengestaltungen am neu erbauten Schwesternaltenheim des Mutterhauses "Neuvandsburg" Elbingerode

1981 - Studienreise in die Sowjetunion;
Weiterführung der grafischen Blattfolge: "Meißner Tedeum" seit 1970 (15., 16., 17. Fassung);
Anlässlich einer Ausstellung in Westberlin Begegnung mit dem syrischen Künstler Marwan;
Strukturelle Eingliederung in ein Bildgefüge schafft neue Möglichkeiten von Kompositionen und Schriftarchitektur;
Großformatige Köpfe im Ausschnitt entstehen

1979 - Gestaltung der Giebelfassade am Gemeindehaus Berlin-Schmöckwitz; Die Auffassung von Schrift als flächenhaft gestaltete Architektur kommt zum Tragen.

1978 - Entstehung des Blattes: "Beate im Spiegel" (Glasscheibe wird zunehmend zum Sinnzeichen verschiedener Assoziationsebenen); Grafische Gesamtgestaltung des Kirchentages in Leipzig

1977 - Außengestaltung des Kulturhauses im Kliniksanatorium R. Aßmann, Graal-Müritz; Die Freude sich entwickelnden Lebens mit der Konfrontation ständiger Verschlechterung von Beates Krankheitsbild nehmen Einfluss auf Themen in Bild und Text.

1975 - Geburt des Sohnes Matti-Andreas; Außenwandgestaltung des Therapiehauses für geistig Behinderte in Templin/Uckermark (Innere Mission)

1974 - 1. und 3. Preis im Plakatwettbewerb Kirchentag Dresden; Entstehung des Zyklus "Die letzten Tage der Schöpfung" nach Texten von Jörg Zink

1973 - Umzug in die Ferdinand-Lasalle-Straße (Räumlichkeiten bieten Voraussetzungen einer Verbindung von Musik und bildender Kunst sowie Literatur in angestrebter Einheit von Bild und Text)

1972 - Geburt der Tochter Annedore; Erkrankung der Tochter Beate führt zur Schwerstbehinderung

1971 - Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR

1970 - Geburt der Tochter Beate;
Nach Einspruch wird Verbandskandidatur nochmals verlängert;
Gestaltung der Fensterfassade in der Versöhnungskirche Leipzig;
Beginn der Entwürfe für die Materialgrafik der Kirche Leipzig Knauthain;
Intensives Betreiben der Schrift hin zum grafischen Einzelblatt ;
Einbeziehung der Collage, angeregt schon seit längerer Zeit durch John Heartfield;
Erste grafische Blätter zum "Meißner Tedeum" entstehen ;
Porträts zum Thema: Mutter und Kind

1969 - Heirat mit Gabriele Mehlhorn; Freiberufliche Tätigkeit

1968 - Gestaltung der Altarfenster in der Taborkirche Leipzig;
Verbandsaufnahme wird abgelehnt

1967 - 1. Preis im Plakatwettbewerb Kirchentag Dresden - Meißen;
Persönliche Umsetzung der Schrift als legitimes grafisches Mittel in den eigenen Schaffensbereich

1965-69 - Als Ausstellungsgestalter tätig bei VEB Leipzig-Projekt, Zusammenarbeit mit Architekten (Funktion von bildender Kunst im Raum);
Erproben verschiedener Materialien bei baugebundenen Fries- und Wandgestaltungen

1965 - Diplom; Theoretische Abschlussarbeit: "Musik und Bildende Kunst - Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Wesen und in der Wirkung"

1964 - Preis im Plakatwettbewerb für die innere Mission;
Während der Studienzeit Besuch von Vorlesungen über Bonhoeffer an der Sektion Theologie bei Prof. Amberg;
Erster Schriftzyklus entsteht: "Stationen auf dem Weg zur Freiheit"

1963 - Kunstpreis der Stadt Zwickau mit dem Kinderzyklus: "Hans-Jürgen" (Lithografien) Thema: Schaffensfreude, Lebensfreude

1962 - Hochschulwechsel an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Abteilung Freie Grafik und künstlerisches Plakat bei Heinz Wagner; Schrift bei Irmgard Horlbeck-Kappler; Heranführung an das künstlerische Werk von Rudolf Koch; Beschäftigung mit der Lithografie

1960-62 - Grundstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei G. David und G. Horlbeck
Starker Eindruck von den Arbeiten Prof. Hans Theo Richters
Die Schrift als bildnerisches Strukturelement verstärkt Zuneigung zum angewandten Bereich

1960 - Wiederholte, erfolgreiche Bewerbung

1959 - Bewerbung zum Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden; Aufnahme wird abgelehnt

1955-58 - Lehre als Gebrauchswerber
Besuch der Mal- und Zeichenschule Zwickau bei Prof. Carl Michel (Abendschule)
Optischer Aphorismus im Plakat verdichtet sich aus der Zusammenfassung beruflicher und künstlerischer Anregung
Starke Bindung zur Musik prägt sich weiter aus

1952 - Erste Begeisterung für Rembrandt
In der 6. Klasse Herausbildung eines bildnerischen Gestaltungswillens
Beeindruckt von den Arbeiten der Käthe Kollwitz

1947-55 - Besuch der Grundschule;
Interesse für Musik durch den Vater geweckt

1944 - Umzug der Familie von Bromberg nach Falkenstein im Vogtland

1941 - am 8. 5. in Bromberg (Bydgoszcz) geboren